Glossar

Belastung

Die voraussichtlich Belastung einer Fläche sollte bei der Wahl der geeigneten Bauweise (gebundene/ungebundene Bauweise) und bei der Bemessung der erforderlichen Maßnahmen für einen lastgerechten, tragfähigen Unterbau berücksichtigt werden.

Betonstein

Ein immer häufiger verwandter Baustoff, der allerdings hinsichtlich seiner Materialeigenschaften häufig unterschätzt wird. Insbesondere das Ausdehnungsverhalten des Werkstoffes Beton, besonders bei den immer mehr in Mode kommenden großen bis riesigen Belagsformaten (über 100 cm Kantenlänge) werfen, durch thermische Spannungen und die in der Fläche insgesamt entstehenden Spannungen, Probleme auf. Vor allem in Verbindung mit den ebenfalls im Mode-Trend liegenden zu schmalen Fugen (3mm) die den gewünschten ästhetischen Ansprüchen vieler Bauherrinnen (-herren) entsprechen. Ein zu geringer Fugenraum bietet zu wenig Reserven für die auftretenden Dynamiken in diesen Flächen und führt unweigerlich zu Fugenschäden bei festen Fugen.

Bettungsmörtel

In der 'gebundenen Bauweise' werden Pflaster- oder Natursteine frisch in den Verlege- oder Bettungsmörtel eingelegt. Damit werden zum einen mögliche Bodenunebenheiten ausgeglichen und zum anderen, die gewünschte Verlegehöhe erreicht.Die Materialeigenschaften werden vor allem durch seine Belastbarkeit und dessen Wasserdurchlässigkeit bestimmt. Die Auswahl des geeigneten Verlegemörtels sollte den gewünschten Belagstyp (z. B. Pflastersteine, Betonwerksteine oder Natursteine / Polygonalplatten) berücksichtigen. Insbesondere bei der Verlegung von Natursteinen spielen Verfärbungen bei der Verwendung eines ungeeigneten Verlegemörtels eine große Rolle. 

Bewegungsfugen

Oft auch als "Dehnungsfugen" (od. "Dilatationsfuge") bezeichnet, dienen dazu Zug- und Wölbspannungen in einer Fläche abzuleiten. Eine Rissbildung in einer Fläche gilt nicht als Mangel, wenn die Dehnungsfugen in vorgeschriebene Art und Weise in der Fläche angelegt sind. Hiervon zu unterscheiden ist die sog. "Arbeitsfuge" die eine arbeitsbedingte Fuge ist, die z.B. durch den zeitlichen Ablauf der Bauarbeiten oder durch die flächenmäßige Gestaltung bedingt sein kann. Bei Arbeitsfugen ist das Ziel einen sowohl optisch als auch technisch möglichst optimalen Anschluß von verschiedenen Bauabschnitten zu erreichen.

Bindemittel

Je nach Pflasterfugenmörtel finden unterschiedliche Bindemittel Anwendung. Zu unterscheiden sind hier 1-komponentige Systeme (z.B. auf Ölbasis), 2-komponentige Systeme (z.B. Epoxidharze) und auch hydraulische/zementäre Basis. Der in regelmäßigen Zeitabständen immer wieder auftauchende Trend zu modifizierten Sanden, die mit Zusatzstoffen z.B. pflanzlicher Art, oder auch anderen Polymeren (Polymersand) eine geringe Bindewirkung erreichen, ist qualitativ nicht mit den vorgenannten Bindemitteln zu vergleichen. Dementsprechend genügen diese sog. Polymersande u.a. i.dR. auch nicht den nötigen Material-Anforderungen gem. den entsprechenden Fachvorgaben durch ZTV, DNV, WTA usw.