Glossar

Fachregeln

Die Einhaltung der Fachregeln in ihrer jeweils aktuell gültigen Fassung ist für den Verarbeiter äußerst empfohlen. Dazu gehören auch die Anmeldung von Bedenken gegenüber dem Bauherren, wenn dieser eine nicht fachgerechte Ausführung wünscht. Im Falle eines Schadens oder einer Reklamation wird der Verarbeiter sich sonst in einem Sachverständigenverfahren nicht aus der Verantwortung nehmen können. Die Fachregeln werden im Zeitablauf jeweils immer wieder, entsprechend den zwischenzeitlich erworbenen praktischen Erkenntnissen und den weitergehenden theoretischen Forschungsergebnissen angepaßt. Somit ist eine ständige Weiterbildung nötig und erforderlich.

Filmbildung

Bei jeder kunstharzgebundenen Verfugung können typischerweise Reste des Bindemittels als dünner Bindemittelfilm zurückbleiben. Dieser - oft unerwünschte - Effekt kann durch die von der KHW erstmals in den Markt eingeführte Einschlämmtechnik bei 1-komponentigen Pflasterfugenmörteln, bei vorschriftsmäßiger Verarbeitung, weitgehend vermieden werden.

Frostbeständigkeit

Durch Temperaturen unterhalb null Grad Celsius kommt es in durchfeuchteten Baustoffen zum Gefrieren des Wassers. Eis hat gegenüber Wasser ein etwa 9% größeres Volumen, sodass es im Baustoffgefüge zu einem Kristallisationsdruck kommt. Dieser führt zu einer mechanischen Schädigung wie z. B. Abplatzungen und/oder Rissen. Bei ausreichend wasserdurchlässigem Material wird diese Gefahr weitgehend herabgesetzt, da hier die vorhandenen Kapillarräume groß genug sein sollten, um die Ausdehnung aufnehmen zu können. Es ist auf die Einhaltung der erforderlichen Mindestgefälle/Mindestneigungen zu achten!

Fugendimensionierung

Eine ausreichende Fugendimensionierung ist wichtige Voraussetzung für eine dauerhafte und schadenfreie, verfugte Fläche. Aufgrund der praktischen Erfahrungen der letzten Jahre wurden die Empfehlungen für die Dimensionierung des "Fugenraumes" überarbeitet und angepaßt. Eine Mindestfugentiefe von 30mm bei fußläufig belasteten Flächen und eine Mindesttiefe von 2/3 der Steinhöhe, mindestens jedoch 5 cm, bei Verkehrsbelastung, wird als erforderlich angesehen. Angaben zu den unterschiedlichen Fugenausbildungen machen die Bilder 1-4 des Arbeitsblattes der FGSV sowie der Anhang des WTA Merkblattes; nähere Angaben zu gebundenen Fugenbauweisen findet man im Merkblatt für Pflasterdecken und Plattenbeläge aus Naturstein für Verkehrsflächen des DNV sowie des WTA.