Glossar

Gebundene Bauweise

Bauweisen, die unter Verwendung von Baustoffgemischen mit Bindemittel für die Bettung und die Fugenfüllung (Bettungs- und Fugenmörtel) hergestellt werden. Es gilt der Grundsatz: "Unten starr - oben starr"

Gefälle

Durch Temperaturen unterhalb null Grad Celsius kommt es in durchfeuchteten Baustoffen zum Gefrieren des Wassers. Eis hat gegenüber Wasser ein etwa 9% größeres Volumen, sodass es im Baustoffgefüge zu einem Kristallisationsdruck kommt. Dieser führt zu einer mechanischen Schädigung wie z. B. Abplatzungen und/oder Rissen. Bei ausreichend wasserdurchlässigem Material wird diese Gefahr weitgehend herabgesetzt, da hier die vorhandenen Kapillarräume groß genug sein sollten, um die Ausdehnung aufnehmen zu können. Es ist auf die Einhaltung der erforderlichen Mindestgefälle/Mindestneigungen zu achten!

Gemischte Bauweise

Bauweisen bei denen lediglich die Bettung oder die Fugenfüllung aus gebundenen Baustoffen bestehen. Derartige Bauweisen haben sich in der Praxis, für Flächen mit Verkehrsbelastung, als ungeeignet und extrem schadenanfällig erwiesen.

Großformate

Bei dem in letzter Zeit zu beobachtenden Trend zu immer größeren Belagsformaten ist zu beachten, dass die Fugendimensionen in einem angemessenen Verhältnis zum Belagsformat stehen müssen. Es gilt der Grundsatz: Je größer der Belag umso mehr Fugenraum ist erforderlich! Ansonsten kann die Fuge die ihr zufallenden Aufgaben physikalisch nicht mehr erfüllen. Faustregel: Die Fugenbreite sollte 1% der längsten Kantenlange des Belagsformats entsprechen, d.h. z.B. bei einem großformatigen Belag mit 100cm Kantenlänge ist eine Fugenbreite von 1 cm erforderlich. Diese Verhältnismäßigkeit leitet sich vor allem aus den praktischen Erfahrungen - insbesondere mit den Auswirkungen von thermischen Ausdehnungseffekten - ab.