Glossar

Saugfähigkeit

Die Saugfähigkeit bezeichnet vor allem die flüssige Wasseraufnahme mineralischer Baustoffe. Unterschieden wird hierbei die Menge und Geschwindigkeit, mit der die Wasseraufnahme erfolgt. Baustoffe mit einer Wasseraufnahme von mehr als 2 kg/m²h0,5 gelten als stark saugend oder saugfähig. Bei einer Wasseraufnahme von 0,5 bis 2 kg/m²h0,5 werden die Baustoffe als wasserhemmend, bei kleiner 0,5 als wasserabweisend und bei einer Wasseraufnahme kleiner 0,001 kg/m²h0,5 als wasserdicht bezeichnet.

Schwindverhalten/Schwindrisse

Durch das unterschiedliche Schwindverhalten und der unterschiedlichen Elastizitätsmodule der Komponenten Tragschicht, Bettung und Fugenfüllung in der gebundenen Bauweise sind Eigenspannungen in der gesamten Konstruktion unvermeidbar. Als Folge muß mit Haarrissbildung (siehe -> Haarriß) und dem Eindringen von Wasser in die Konstruktion gerechnet werden. Deshalb muß der Gesamtaufbau (Bettung und Tragschichten) zwingend ausreichend wasserdurchlässig sein, wobei die Durchlässigkeit im Aufbau von oben nach unten zunehmend sein sollte. 

Sieblinie

Die Sieblinie beschreibt die Kornzusammensetzung des Mineralstoffes/der Zuschlagsstoffe, also die Menge und Größe der enthaltenen Zuschlagsstoffe.

Spannungen

Jeder Baustoff unterliegt bei Belastung aus Druck, Zug, Biegezug, einseitiger Erwärmung oder Abscheren bestimmten Spannungen, denen jeweils die entsprechenden Festigkeiten gegenüber stehen. Die Einheit der Spannung und Festigkeit ist N/mm² - also Kraft je Flächeneinheit. Es wird unterschieden in Druckspannungen, Zugspannungen, Biegezugspannungen, Scherspannungen und Schwindspannungen. Spannungen werden nicht direkt gemessen, sondern mit Hilfe von gemessenen Kräften oder gemessenen Verformungen errechnet. Alle Spannungen verursachen Verformungen. Durch die Behinderung von Verformungen treten Spannungen auf, die zu Rissen und/oder Abplatzungen führen können.

Staufeuchtigkeit

Bei ungenügender Wasserdurchlässigkeit des Aufbaus und des darunter liegenden Naturbodens (Gley/Pseudogley) kann es zu einem dauerhaft hohen Nässeanteil im Boden und auch in den Tragschichten und der Bettung kommen. Wie in allen Baugewerken kann auch beim Pflasterfugenmörtel eine dauerhafte Durchnässung auf Dauer zu Schäden im Material führen (sog. Allmählichkeitsschäden). Insbesondere führt eine dauerhafte Durchfeuchtung zu einer verzögerten Aushärtung bzw. kann diese - je nach Material - auch auf Dauer hemmen bzw. die Materialeigenschaften signifikant beeinflussen.

Steuervergünstigung

Bei Inanspruchnahme von Dienstleistungen im Handwerk wie z.B. Wegebauarbeiten, Pflasterarbeiten, Rollrasen Verlegung, Teichbau, Schwimmteichbau, Dachbegrünung oder sonstiger Gartenumgestaltungsarbeiten, die der Erhaltung, Modernisierung und Renovierung dienen können Steuervergünstigungen in Anspruch genommen werden. Diese können bis zu 20% betragen, d.h. sie wirken wie ein 20% Rabatt auf die in Anspruch genommene Leistung.